Der Tick mit der Ästhetik, Teil 2

In den letzten Tagen hatte ich so viel zu tun, dass ich über das Thema gar nicht groß nachgedacht habe. Manche Dinge sind für mich nur dann relevant, wenn ich die Zeit dazu habe. Manche Sehnsüchte ergeben sich nur aus Langeweile. Dass sie deshalb weniger wichtig für mich sind, möchte ich aber nicht behaupten!

Rafaels Kommentare zu meinem letzten Artikel hat mir etwas geholfen. Seiner Meinung nach kann der Widerspruch dadurch aufgelöst werden, dass wir von anderen nur die Fassade sehen. Wir also nicht die wahren Beweggründe sehen können, und somit auch gar kein Verständnis aufbringen können.

„Ist nicht das Hinterfragen des eigenen Strebens nach Ästhetik schon Eitelkeit?“, fragt Rafael dann weiter. Und klar hat er damit recht. Und natürlich strotz dieses Blog vor Eitelkeit. Ich kann aber nicht so leicht wie du sagen, dass mir das gefällt. Ja, genau, eigentlich fühle ich mich gar nicht wohl dabei zu Bloggen. Eigentlich… Aber eigentlich gefällt es mir auch sehr gut. Es gibt diesen Widerspruch in so vielen Dingen bei mir. Und es hat mit Ästhetik und Eitelkeit zu tun. Aber so recht habe ich es noch immer nicht verstanden.

Eine interessanter Kommentar kam auch aus dem Inland von aufZehenspitzen. Danke für den Tipp, mal etwas über Kierkegaard zu lesen. Was bei wikipedia übers Ästhetische Stadium steht kann ich noch gut nachvollziehen, danach hörts aber auch schon auf. Von Transzendenz und einem Gott möchte ich nichts wissen. Ich will hier in dieser Welt klarkommen und Richtung Himmel streben.

Danke auch für die anderen Kommentare. 🙂

… to be continued. Maybe.

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2 responses to this post.

  1. Ich denke, vielleicht mache ich es mir hier auch leicht, dass diese Ambivalenz zu einem lebendigen und reflektierenden Menschen dazu gehört. Ich erfreue mich tatsächlich an solcher Ambivalenz und das eventuell allein daher, da ich Extreme und strikte Konsequenz nicht leiden kann. Etwas zur letzten Konsequenz zu treiben kann schlimme Folgen haben — also: ein Hoch auf die Inkonsequenz, ein Hoch auf die Ambivalenz und Vielfalt (gleich ob im gesamten Kosmos oder allein in uns selbst).

    Antwort

  2. Das spannende am Blog finde ich, dass man jederzeit mit Kritik rechnen muss. Einen Blog zu schreiben ist bestimmt mit Eitelkeit verbunden. Irgendwie muss man ja der Meinung sein, was man so von sich gibt, könnte so gut sein, dass es jemanden interessiert. Als reflektierender Mensch gehört man aber mit Sicherheit auch zu den größten Zweiflern seiner selbst. Sich dann auch noch in die Fänge fremder Kommentare zu begeben, ist zumindest ein Eingeständnis an Fehlerhaftigkeit seiner eigenen Eitelkeit. Außerdem eröffnet es die Möglichkeit, dadurch an sich selbst zu arbeiten. Ist das eine Form der Eitelkeit – wenn man davon ausgeht, dass man besser werden kann? Oder ist es Bescheidenheit? Was sagt der Nitsche dazu?

    Ich denke, es ist auf jeden Fall keine verwerfliche Eitelkeit. Nach meinem Verständnis. Mit deinen Comicstrips bringst du ja auch Leute zum Lachen und zum Nachdenken. Das sind meines Wissens nach super Handlungen, zu denen man andere Menschen bringen kann.

    Mercfalk kann ich nur beistimmen!

    Antwort

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